BeRoomie logo

🤝WG-Etikette in Schweiz

Willkommen in der Schweiz! Das Zusammenleben in einer Wohngemeinschaft (WG) kann eine grossartige Möglichkeit sein, in Städten wie Genf oder Zürich Anschluss zu finden und die hohen Mietkosten zu teilen. Doch die Schweizer Kultur legt Wert auf Ordnung, Pünktlichkeit und klare Regeln, was sich auch stark auf das WG-Leben auswirkt. Um Missverständnisse zu vermeiden und ein harmonisches Zusammenleben zu gewährleisten, ist es entscheidend, die ungeschriebenen Gesetze der Schweizer WG-Etikette zu verstehen. Dieser Leitfaden hilft dir, dich schnell einzuleben und die typisch schweizerischen Erwartungen an Sauberkeit, Lärm und gemeinsame Finanzen zu meistern. Eine frühzeitige Anmeldung bei der lokalen Gemeinde, oft innerhalb von 8-14 Tagen nach Ankunft, ist übrigens obligatorisch und zeugt von Verantwortungsbewusstsein.

Sauberkeit und Ordnung: Das A und O in jeder Schweizer WG

1

Putzplan erstellen und konsequent einhalten

notwendig

Erstellt einen detaillierten, rotierenden Putzplan für Küche, Bad und Wohnzimmer. Die konsequente Einhaltung ist entscheidend, um Konflikte zu vermeiden und ein sauberes Zuhause zu gewährleisten.

2

Küche und Bad sofort nach Nutzung reinigen

notwendig

Es ist üblich, die Küche und das Bad direkt nach Gebrauch zu säubern. Rückstände und Schmutz sofort entfernen, um Sauberkeit für alle Mitbewohner zu gewährleisten.

3

Strikte Abfalltrennung und Kehrichtsackgebühren verstehen

notwendig

Informiert euch über die spezifischen Abfalltrennungsvorschriften eurer Gemeinde (z.B. Zürichs Züri-Sack, Genfs Sacs Taxés). Falsche Entsorgung kann zu Bussen führen und ist ein No-Go.

4

Persönliches nicht in Gemeinschaftsräumen lagern

notwendig

Vermeidet es, persönliche Gegenstände wie Kleidung, Schuhe oder Bücher in der Küche oder im Wohnzimmer zu hinterlassen. Dies schafft unnötige Unordnung und beeinträchtigt die Ästhetik.

5

Geschirrspüler zeitnah ein- und ausräumen

notwendig

Schmutziges Geschirr sollte umgehend in den Geschirrspüler geräumt werden. Sobald der Spülgang beendet ist, hilft jeder beim Ausräumen, um Stau zu vermeiden.

6

Gemeinschaftliche Reinigungsmittel effizient verwalten

empfohlen

Legt einen Plan fest, wie und wann gemeinsame Reinigungsmittel wie Spülmittel oder Badreiniger eingekauft werden. Eine gemeinsame Kasse oder rotierende Zuständigkeiten sind hilfreich.

7

Fenster putzen und regelmässig lüften

empfohlen

Regelmässiges Fensterputzen und tägliches Stosslüften der Gemeinschaftsräume sind wichtig für Hygiene und Raumklima. Dies beugt Schimmel vor und hält die Wohnung frisch.

8

Putzutensilien nach Gebrauch reinigen und verstauen

empfohlen

Stellt sicher, dass alle verwendeten Putzutensilien wie Lappen, Schwämme und Besen nach jedem Gebrauch sauber sind und ordentlich an ihrem vorgesehenen Platz verstaut werden.

9

Böden in Gemeinschaftsräumen sauber halten

notwendig

Die Böden in Flur, Wohnzimmer und Küche sollten regelmässig gesaugt oder gewischt werden. Dies trägt massgeblich zur allgemeinen Sauberkeit der WG bei.

10

Balkon oder Garten gemeinsam pflegen

optional

Bei vorhandenem Balkon oder Garten ist es wichtig, diese Aussenbereiche gemeinsam sauber und ordentlich zu halten. Erstellt dafür gegebenenfalls einen kleinen Pflegeplan.

Ruhezeiten und Lärmschutz: Schweizer Präzision im WG-Alltag

1

Hausordnung und Ruhezeiten strikt einhalten

notwendig

Beachtet die offiziellen Ruhezeiten (oft 22:00-07:00 Uhr und Sonntag ganztägig), die in der Hausordnung festgelegt sind. Laute Musik oder Partys sind in dieser Zeit zu vermeiden.

2

Die heilige Sonntagsruhe ernst nehmen

notwendig

Am Sonntag herrscht in der Schweiz strikte Ruhe. Vermeidet laute Hausarbeiten, Musik oder andere geräuschintensive Aktivitäten, die Nachbarn stören könnten.

3

Kopfhörer für Medienkonsum nutzen

notwendig

Wenn ihr Musik hört, Filme schaut oder Games spielt, besonders in den Abendstunden, verwendet Kopfhörer, um andere Mitbewohner nicht zu stören.

4

Partys und lauten Besuch frühzeitig ankündigen

notwendig

Plant ihr eine Feier oder erwartet lauten Besuch? Informiert eure Mitbewohner und eventuell die Nachbarn im Voraus, um Verständnis und Toleranz zu sichern.

5

Lautstärke in Gemeinschaftsräumen anpassen

notwendig

Achtet auf die Lautstärke eurer Gespräche und Aktivitäten in Küche oder Wohnzimmer, besonders wenn andere Mitbewohner schlafen oder arbeiten möchten.

6

Türen und Fenster bei Lärm geschlossen halten

notwendig

Wenn ihr Musik hört oder Besuch habt, schliesst Türen und Fenster, um den Geräuschpegel für angrenzende Zimmer und Nachbarn zu reduzieren.

7

Nachtruhe der Mitbewohner respektieren

notwendig

Nehmt Rücksicht auf die Schlafzeiten eurer Mitbewohner. Vermeidet unnötigen Lärm in den frühen Morgenstunden oder spät abends, insbesondere in Fluren.

8

Bei Lärmproblemen ruhig das Gespräch suchen

notwendig

Sollte Lärm zu einem Problem werden, sprecht eure Mitbewohner direkt und konstruktiv an. Eine offene Kommunikation ist effektiver als passiver Ärger.

9

Laute Geräte ausserhalb der Ruhezeiten nutzen

notwendig

Plant die Nutzung von lauten Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen, Trocknern oder Staubsaugern so, dass sie nicht in die offiziellen Ruhezeiten fallen.

10

Schuhe im Eingangsbereich ausziehen

optional

In einigen Schweizer Haushalten ist es üblich, die Schuhe beim Betreten der Wohnung auszuziehen. Dies reduziert Schmutz und Trittschall, fragt nach der WG-Regel.

Gäste und Privatsphäre: Respektvolle Regeln für Besucher

1

Besuch stets frühzeitig ankündigen

notwendig

Kündigt Besuch, insbesondere Übernachtungsgäste oder längere Aufenthalte, rechtzeitig bei euren Mitbewohnern an. Das schafft Klarheit und vermeidet Überraschungen.

2

Gäste über WG-Regeln informieren

notwendig

Teilt euren Gästen die grundlegenden WG-Regeln mit, insbesondere bezüglich Lautstärke, Sauberkeit und Ruhezeiten, um Missverständnisse und Störungen zu vermeiden.

3

Privatsphäre der Mitbewohner wahren

notwendig

Sorgt dafür, dass eure Gäste die Privatsphäre eurer Mitbewohner respektieren. Ihre Zimmer sind Tabu, und auch im Gemeinschaftsbereich sollte Rücksicht genommen werden.

4

Übernachtungsgäste immer vorab absprechen

notwendig

Lasst niemals unangemeldete Übernachtungsgäste in die WG. Dies muss immer im Voraus mit allen Mitbewohnern kommuniziert und deren Einverständnis eingeholt werden.

5

Gästebereich sauber hinterlassen

notwendig

Stellt sicher, dass eure Gäste, insbesondere nach der Nutzung von Gemeinschaftsräumen oder Bädern, keine Unordnung oder Schmutz hinterlassen. Reinigt gegebenenfalls nach.

6

Besuchsdauer und -häufigkeit absprechen

empfohlen

Regelmässige oder sehr lange Besuche können die WG-Atmosphäre belasten. Besprecht frühzeitig, welche Frequenz und Dauer von Besuch als angemessen erachtet wird.

7

Gemeinschaftsräume nicht blockieren

notwendig

Stellt sicher, dass eure Gäste die Gemeinschaftsräume nicht unnötig blockieren, sodass andere Mitbewohner sie weiterhin frei nutzen können.

8

Verantwortung für Gäste tragen

notwendig

Als Gastgeber tragt ihr die volle Verantwortung für das Verhalten eurer Gäste. Stellt sicher, dass sie die Regeln respektieren und keine Probleme verursachen.

9

Keine Wohnungsschlüssel an Gäste geben

notwendig

Aus Sicherheitsgründen und zur Einhaltung des Mietvertrags solltet ihr euren Gästen niemals einen Wohnungsschlüssel aushändigen, auch nicht für kurze Zeit.

10

Einverständnis für grössere Ansammlungen einholen

notwendig

Plant ihr eine grössere Zusammenkunft? Holt unbedingt das Einverständnis aller Mitbewohner ein, auch wenn es nicht direkt eine "Party" ist, um Ärger zu vermeiden.

Finanzen in der WG: Transparenz und Fairness in CHF

1

Mietanteil und Nebenkosten pünktlich zahlen

notwendig

Pünktlichkeit ist in der Schweiz entscheidend. Stellt sicher, dass euer Mietanteil und die Nebenkosten immer fristgerecht, gemäss Mietvertrag, überwiesen werden.

2

Gemeinsame Ausgaben transparent verwalten (App)

notwendig

Verwaltet gemeinsame Ausgaben für Reinigungsmittel, Lebensmittel oder Haushaltswaren transparent. Eine App wie Splitwise oder Tricount hilft, den Überblick zu behalten und fair abzurechnen.

3

Nebenkostenabrechnung gemeinsam prüfen

notwendig

Die jährliche Nebenkostenabrechnung ist wichtig. Besprecht sie gemeinsam, um Transparenz zu gewährleisten und sicherzustellen, dass alle Posten korrekt und fair aufgeteilt sind.

4

Kaution und Rückzahlung klar regeln

notwendig

Die Kaution (oft auf einem Sperrkonto) ist ein wichtiger Betrag. Klärt frühzeitig die Bedingungen für die Hinterlegung und Rückzahlung, besonders bei Mieterwechseln.

5

Mietverträge und Versicherungen klären

notwendig

Versteht euren Mietvertrag (Bail à loyer/Contrat de sous-location). Klärt die Haftpflichtversicherung, die Schäden in der Wohnung abdeckt, und wer dafür zuständig ist.

6

Regelmässige Kosten-Checks durchführen

empfohlen

Um finanzielle Überraschungen zu vermeiden, vereinbart regelmässige (z.B. monatliche) Treffen, um die gemeinsame Kasse zu prüfen und Ausgaben abzugleichen.

7

Persönliche Lebensmittel klar kennzeichnen

empfohlen

Beschriftet eure eigenen Lebensmittel im Kühlschrank und in den Schränken deutlich. Das vermeidet Missverständnisse und respektiert das Eigentum der anderen.

8

Gemeinsame Einkäufe effizient planen

optional

Koordiniert gemeinsame Einkäufe für Grundnahrungsmittel oder Haushaltsartikel. Dies spart Geld und stellt sicher, dass die WG stets gut versorgt ist.

9

Vorgehen bei Schäden in Gemeinschaftsbereichen festlegen

notwendig

Vereinbart im Voraus, wie mit Schäden in Gemeinschaftsräumen umgegangen wird. Klärt die Kostenübernahme und die Meldung an den Vermieter, falls nötig.

10

Finanzielle Ausgleiche bei Auszug klären

notwendig

Beim Auszug eines Mitbewohners müssen alle offenen Rechnungen, Kautionen und die gemeinsame Kasse transparent und fair abgerechnet werden, um Konflikte zu vermeiden.

Küchenetikette und harmonische Konfliktlösung

1

Kühlschrank klar organisieren und sauber halten

notwendig

Legt eine klare Kühlschrankordnung fest, eventuell mit zugewiesenen Fächern. Entfernt regelmässig abgelaufene Lebensmittel und haltet ihn sauber.

2

Kochzeiten bei Bedarf koordinieren

empfohlen

Bei mehreren Köchen in einer kleinen Küche ist es hilfreich, Kochzeiten abzusprechen, um Überfüllung und Stress zu vermeiden und allen Raum zu geben.

3

Kochutensilien direkt nach Gebrauch reinigen

notwendig

Eure benutzten Kochtöpfe, Pfannen und das Geschirr sollten unmittelbar nach dem Essen gereinigt und verstaut werden, um Hygiene zu gewährleisten und Ärger zu vermeiden.

4

Essensreste ordnungsgemäss lagern oder entsorgen

notwendig

Lasst keine Essensreste offen auf der Arbeitsplatte stehen. Entsorgt sie direkt oder verpackt sie luftdicht im Kühlschrank, um Gerüche und Ungeziefer zu vermeiden.

5

Geruchsbildung beim Kochen minimieren

notwendig

Bei der Zubereitung stark riechender Speisen solltet ihr besonders gut lüften und, falls vorhanden, die Dunstabzugshaube nutzen, um Gerüche in der Wohnung zu vermeiden.

6

Konflikte offen und direkt ansprechen

notwendig

Sollten Probleme auftreten, sprecht eure Mitbewohner direkt und in einem ruhigen Ton an. Offene Kommunikation ist effektiver als schwelender Ärger oder Zettelbotschaften.

7

Regelmässige WG-Sitzungen abhalten

empfohlen

Führt regelmässige (z.B. monatliche) WG-Sitzungen ein. Dies bietet eine Plattform, um Organisatorisches zu klären, Probleme anzusprechen und die Kommunikation zu fördern.

8

Kompromissbereitschaft als Schlüssel zum Frieden

notwendig

Ein harmonisches WG-Leben erfordert Kompromisse. Seid flexibel und bereit, auf die Bedürfnisse der anderen einzugehen, um Streitigkeiten zu vermeiden und Lösungen zu finden.

9

Konstruktive Kritik respektvoll äussern

notwendig

Äussert Kritik stets konstruktiv und respektvoll. Konzentriert euch auf das Problemverhalten, nicht auf die Person, und sucht gemeinsam nach Lösungen.

10

Gemeinsame Aktivitäten für den WG-Zusammenhalt

optional

Plant gelegentlich gemeinsame Aktivitäten wie ein Abendessen, einen Spieleabend oder einen Ausflug. Das stärkt den Zusammenhalt und die positive Atmosphäre in der WG.

💡 Profi-Tipps

Nutze die App 'Flatlooker' oder 'Wohnig' für die Suche nach WGs in Zürich oder Genf, um die richtigen Mitbewohner zu finden. Ein gutes Match ist Gold wert.

Lerne ein paar grundlegende Sätze auf Schweizerdeutsch oder Französisch, je nach Region. Ein freundliches 'Grüezi' oder 'Bonjour' öffnet Türen und zeigt Respekt.

Erstelle ein 'WG-Handbuch' mit allen wichtigen Infos wie WLAN-Passwort, Notfallkontakten und dem Putzplan. Das hilft neuen Mitbewohnern schnell.

Sei pünktlich bei allen WG-Absprachen und Terminen. Schweizer schätzen Pünktlichkeit sehr, und Verspätungen können als Respektlosigkeit wahrgenommen werden.

Informiere dich über die lokalen 'Kehrichtsackgebühren'. In vielen Gemeinden musst du spezielle, kostenpflichtige Säcke (z.B. Züri-Sack) für den Hausmüll verwenden.

🌍 Warum das in Schweiz wichtig ist

Diese Informationen sind spezifisch für die Schweiz, da sie tief in den hiesigen kulturellen Werten wie Pünktlichkeit, Sauberkeit, Respekt vor Ruhezeiten und der Bedeutung schriftlicher Vereinbarungen verwurzelt sind. Die strikte Einhaltung der Hausordnung und die spezifischen Regeln zur Abfalltrennung sind beispielsweise typisch schweizerisch und essenziell für ein reibungsloses WG-Leben.

Finde dein Zimmer in Schweiz

Durchsuche verifizierte WGs in 2 Städten.

Finde Dein Perfektes Zimmer oder Mitbewohner

Lade BeRoomie herunter und werde Teil unserer Community. Finde dein ideales Zimmer oder den perfekten Mitbewohner.